Kabel Deutschland
Homepage des Anbieters: www.kabeldeutschland.de
Nach der von der Deutschen Telekom eingeleiteten Ausgliederung des Bereiches Breitbandkabelnetz, erfolgte ab dem Jahr 2000 der Verkauf der ersten regionalen Kabelnetze an Betreiber in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die darüber hinaus verbliebenen Gesellschaften wurden 2003 durch eine Investorengruppe in der Kabel Deutschland GmbH gebündelt.
Durch diese wurde erstmals im Dezember 2003 ein Pilotprojekt in Berlin gestartet, bei dem über das Fernsehkabel ein breitbandiger Internetzugang möglich wurde. Bereits ein Jahr danach erfolgte in fünf deutschen Städten die Aufnahme des regulären Betriebs. Mitte 2005 begann die erste großflächige Vermarktung des sogenannten Triple Play, bestehend aus TV, Telefonie und Surfen, über Breitbandkabel. Die Internet- und Telefontarife von Kabel Deutschland werden inzwischen auch entbündelt, d. h. ohne zwangsläufige Kosten für das TV-Signal, angeboten.
Dabei übernahm Kabel Deutschland von Beginn an kostenfrei die für die Schaffung einer Internet-Verbindung notwendige Lieferung und Installation eines Hausverstärkers und eines Kabelmodems.
Eine Besonderheit des Breitbandnetzes von Kabel Deutschland ist die, dass kein zusammenhängendes Netz existiert, sondern die TV-Signale über eine Vielzahl von Kopfstellen in die zahlreichen Netzinseln eingespeist werden müssen. Die Schaffung eines zusammenhängenden Netzes ist jedoch vorgesehen.
Obwohl Kabel Deutschland gegenwärtig seine Tarife mit bis zu 100 Mbit/s anbietet, sind teilweise vor allem in Spitzenzeiten starke Schwankungen der Leistungsdaten zu verzeichnen.
Die trotzdem äußerst erfolgreich durchgeführte Unternehmensstrategie des in Unterföhring bei München beheimateten Kabelnetzbetreibers spiegelt sich nicht zuletzt darin wieder, dass gegenwärtig rund neun Millionen Haushalte über einen Breitband-Kabelnetzanschluss verfügen, von denen bereits über eine Million Kunden für Internet und Telefonie gewonnen werden konnten.